Welches Mischpult brauchst du:
 

Das hängt natürlich davon ab, was du alles anschliessen willst.
Kauf lieber eines mit mehr Mikrofonkanälen als du brauchst. Der Anspruch wächst sehr schnell.

An einem Instrumenteneingang (Line) kann man kein Mikrofon benutzen.
Grund: Mikrofone brauchen einen Vorverstärker (GAIN).
Mit einem externen Mikrofon-Vorverstärker geht’s dann doch.

Bei lauten Instrumenten, zum Beispiel Snare Drum, kann es vorkommen, dass der Mikrofoneingang übersteuert (Peak-LED geht an), selbst wenn man den Gain-Regler ganz zugedreht hat. Hier kann man mit einem Adapter in den Line-Eingang gehen.

An einem Mikrofonkanal (MIC) kann man grundsätzlich auch ein Instrument anschliessen - mit dem richtigen Kabel (Adapter).
Einschränkung: das Instrument gibt einen stärkeren Pegel ab  als der Mikrofoneingang verträgt. Das merkt man dann, wenn GAIN ganz herunter gedreht ist und trotzdem das OVL (Overload) Lämpchen angeht.

Mikrofonkanäle haben eigentlich immer einen GAIN-Regler.
Das ist der Vorverstärker, um alle Kanäle auf den gleichen Pegel zu bekommen (ungefähr). Dazu: Messung mit dem PFL-Knopf  / wird an anderer Stelle erklärt.

Bei Stereo-Instrumenten braucht man zwei Monokanäle oder einen Stereokanal.

Ein Stereo-Keyboard kann man mit zwei Klinkenkabel anschliessen.

Achtung: Brummprobleme können auftreten, weil diese “normalen” Klinkenstecker das Signal unsymmetrisch (unbal) liefern.
Lies: Brummprobleme

Das Mischpult sollte auch an diesen Klinken-Eingängen einen “GAIN” Regler haben. Muss aber nicht unbedingt.

Aber Vorsicht: Diese Klinken-Buchsen können auch symmetrisch sein. Dahinter versteckt sich eine Stereo-Buchse. Die ist aber trotzdem für ein Monosignal gedacht. Da liest du mal die anderen Seiten durch, bitte.

Jeder Kanal sollte ausreichend über Filter verfügen:
High, Mid und Low - also ein kleiner Equalizer für den Klang.
Optimal ist wenn der Mid-Regler noch einen Frequenz-Regler hat.
Auch hier bitte: die anderen Seiten lesen.

Sehr gut ist es wenn der Mid-Regler (mit Frequenzknopf) gleich zweimal pro Kanal vorhanden ist. “Parametrische Mitten”.
Der interessanteste Bereich ist für Gesangsmikrofone etwa 100 bis 180 Hz. Hier ist der Nahbesprechungseffekt, der den Klang muffig macht.

Die Filter für Bass und Höhen sind oft Kuhschwanz-Filter. Dann werden unterhalb der eingestellten Frequenz alle Anteile gleich weit abgesenkt / angehoben.

Dann noch die “AUX”-Regler in jedem Mikrofonkanal:
damit kannst du zum Beispiel bestimmen, wie stark der einzelne Mikrofonkanal verhallt werden soll.
Und: wie laut soll der einzelne Mikrofonkanal zur Bühnenbeschallung (Monitoring) gehen.
Mindestens drei Aux-Kanäle sollten schon sein:
einer für den Hall und zwei für verschiedene Monitor-Mixe.

Beispiel für ein Problem mit zu wenig Aux-Kanälen:
Die Band hat zwei Sänger. Beide Sänger teilen sich einen Aux-Kanal.
Der erste Sänger hört bereits ausreichend Keyboard, weil der Keyboarder (mit Monitorbox) direkt hinter ihm ist.
Der zweite Sänger hört das Keyboard fast nicht, weil er zu weit weg ist.
Mit Keyboardsignal auf dem Sänger-Monitor dreht der erste Sänger garantiert durch, wegen zu viel Keyboard.

PAN oder BAL - Regler:
wohin soll der Mikrofonkanal: Links - Mitte - Rechts.
Der PAN oder BAL- Regler verschiebt allerdings nur für die Stereosumme - nicht etwa für die Aux-Kanäle. Die Aux-Kanäle sind nämlich meistens nur Monosummen. Stereo macht in der Aux-Summe normalerweise sowieso keinen Sinn.

Beispiel PAB/BAL:
Ein Stereoinstrument ist in zwei Monokanäle eingesteckt, mangels Stereokanal.
Dann wird ein Kanal ganz nach links gedreht - und der andere Kanal ganz nach rechts.

PFL/Solo:
PFL ist ein absolutes MUSS !!!
Damit kann man den einzelnen Mikrofonkanal zur Kopfhörerbuchse und zum Messgerät geben, und zwar auch mitten im Konzert - wenn es sein muss.
Beim “Sound-Check” drückst du diesen Knopf.
Meistens wird der Pegel nur auf einem - statt auf beiden - LED-Ketten (Summe) gezeigt.
Vorsicht: wenn der Pegelmesser erst bei -20dB losgeht, dann werden schwache Pegel nicht angezeigt.

PFL bedeutet:      Messung von GAIN-Regler und Equalizer.
SOLO bedeutet:   Messung von GAIN-Regler und Equalizer inclusive Stellung des Lautstärkereglers (Fader).

Insert-Buchse:
Hier wird mit einem Insert-Kabel zum Beispiel ein Kompressor (Lautstärkeautomat) nur für diesen einen Kanal eingeschleift. Sehr wichtig !!!

Lautstärkeregler (Fader):
Für die Puristen: “Regler” ist falsch. Es sollte “Steller” heissen.
Mindestens 100mm (10cm) lang.

Dann gibt’s noch die Gruppenschalter.
Nur so viel: Alle Instrumente auf EINE Gruppe, die Chormikrofone auf die andere Gruppe und die Solisten direkt zur Mischpultsumme (Beispiel).
Gruppen sind meistens Stereo. Hier ist also auch die Stellung des PAN/BAL Reglers wichtig.
Wie viele Gruppenregler ein Mischpult hat ist für (technische) Anfängerbands meiner Meinung nach total Wurscht !!!

Aber Vorsicht: gib einen Mikrofonkanal NICHT auf Gruppe UND Stereosumme gleichzeitig. Dieser Quatsch ist leider bei einfachen Mischpulten möglich - macht bei bestimmten Anwendungen Sinn, aber nicht in der Beschallung.

Mehrere Signale mischen:
Die Summe könnte ganz schön in ’s Rote gehen, obwohl die Einzelsignale korrekt auf plus/minus Null in der Summe ankommen.
Das gilt für alle Summen: Saal, Gruppenregler, Auxe.
Grund: hier liegt kein Fehler vor. Das ist Elektrophysik.

MAIN (MAIN-OUT)
Das sind die Buchsen, an die die Publikumsbeschallung (Verstärker) angeschlossen wird. Dafür benutzt man ein ganz normales Mikrofonkabel.

CONTROL (CTRL)
An diese Buchsen kannst du einen Verstärker für Abhörboxen anschliessen. Je nach Mischpult gehören mehrere Umschalter zu diesen Buchsen. So ist normalerweise der MAIN-OUT drauf geschaltet. Sobald man die PFL oder SOLO Taste an irgend einem Kanal drückt, dann hört man nur noch diesen Kanal.

AUX-OUT
An diese Buchsen werden zum Beispiel Hallgeräte angeschlossen. Siehe eigene Seite. In der Konzertbeschallung holt man sich hier das Tonsignal für die Bühnenbeschallung - mit der Möglichkeit, einen ganz eigenen Mix herzustellen. Klar: die Basedrum wird zum Beispiel nicht (oder nur schwach) auf die Bühne gegeben.

MAIN-INSERT
Funktioniert wie eine Insert-Buchse in einem einzelnen Kanal.
Hier kann zum Beispiel ein externer Equalizer oder ein Mehrband-Kompressor angeschlossen werden. Oder lieber gleich ein Lautsprecher-Management-System.
Bei einem Power-Mixer macht so eine MAIN-INSERT Buchse absolut Sinn. Wenn allerdings der Verstärker ein externes Gerät ist, dann verbindet man die Komponenten besser schön hintereinander mit Mikrofonkabel.

 

Nie wieder Media Markt

“Ich bin doch nicht blöd.”
Zum Artikel (Blog)

Canon ...  cannot?

EOS Kamera ganz leicht kaputt zu kriegen:

Öffnen Sie einfach die Speicherklappe während die rote LED leuchtet oder blinkt (Schreibvorgang läuft).
Laut Bedienungsanleitung (70D, 80D ...) kann dadurch unter anderem die Kamera beschädigt werden.

Nach meiner Erfahrung ist diese Warnung des Herstellers ernst zu nehmen. Die Kamera GEHT KAPUTT.
Und das im 21. Jahrhundert.

Die Speicherklappe kann man sehr leicht aus Versehen öffnen, beim normalen Hantieren. Speziell nach Videoaufnahmen oder Serienbildern dauert der Schreibvorgang etwas länger.
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Suchen Sie auch “EOS 70D Error 80”.
Es ist sehr interessant, wie viele Nutzer offensichtlich Probleme mit defekten Apparaten hatten.

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