Raumresonanzen bekämpfen
 
Methode:
Kerbfilter - mittels vollparametrischem Equalizer oder Feedback-Killer.
 

Vollparametrischer Equalizer

Damit kann man eine einzelne Raumresonanz wegfiltern.
Sehr schmales Filter, weil der Regler “Bandbreite” auf dem kleinsten Wert ist.



Ein 5-Band-PEQ hat fünf solche Filter.
Damit kann man maximal fünf Raumresonanzen bearbeiten. Das genügt meistens!

Ein einzelnes “Notchfilter” reicht selten !

Der kleinste einstellbare Wert für Bandbreite sollte etwa 0,05 sein. Das entspricht einer Güte von 20.
Besser wäre eine Güte von 30. Das entspricht etwa 0,03.

Einige digitale Filter haben eine Güte von 60, oft als  “1/60” bezeichnet. Das ist absolut OK.
Dieser Wert bezieht sich auf die Spitze der “Filterkurve”.
Am Fuß ist die Filterkurve dann doch recht breit.

Die Umrechnung von Güte und Bandbreite ist nicht exakt “Kehrwert”, aber
ungefähr gilt  Bandbreite ist 1 durch Güte.
Englisch: bandwidth und quality.

Für Stereo-Beschallung benötigt man zwei Geräte oder ein Stereogerät.

Es gibt ein Stereo-Gerät, wo mit sechs PEQs geworben wird.
In Wirklichkeit sind es nur 2x3 PEQs, also zwei Stück 3-Band-PEQs. Das ist dann schon sehr dürftig, reicht aber eventuell für unkritische Räume.

 
Manuelles Verfahren zum Auffinden und Beseitigen von Raumresonanzen:
 

Intro:

Zuerst einmal musst du herausfinden, auf welchen Frequenzen die Raumresonanzen sitzen. Man benutzt das schmale Filter (siehe oben) und stellt die Verstärkung zunächst auf plus anstatt auf minus. Man provoziert die Raumresonanz erst recht     anstatt sie zu dämpfen.
Aber eben nur zur Suche !  Wenn man fündig geworden ist, dann wird gedämpft.

Trick: Rückkopplungen gezielt erzeugen.
Dieses Verfahren ist einfach und leicht nachzumachen.

Aufbau:

1 Mikrofon (Niere oder Kugel) wird an das Mischpult angeschlossen.
An der Insert-Buchse dieses Kanals wird ein Kompressor mit hoher Ratio eingesteckt.
An diesem Kompressor kannst du den Threshold sehr weit nach links drehen (-30).
Es geht auch ohne Kompressor - aber Vorsicht: die Lautsprecher könnten beschädigt werden.
Das Mikrofon sehr weit weg von den Lautsprechern aufstellen.
Bester Platz ist die Wand am Ende der Halle, maximal 10 cm davon entfernt.

Der PEQ kommt zwischen die Mischpult-Summe und den Verstärker-Input.
Wenn das Mischpult einen eingebauten Verstärker hat (Powermixer), dann verbindet man den PEQ über ein Insert-Kabel mit dem MAIN-Insert am Mischpult.

Grundeinstellung:

Die Verstärkung am PEQ vorläufig auf 0 stellen.
Die Frequenz     am PEQ auf niedrigsten Wert stellen (hier: 60 Hz).
Die Bandbreite   am PEQ auf etwa 0,05 stellen (sehr schmal).
Die Verstärkung des Mikrofons am Mischpult fast bis zur Rückkopplung hochdrehen.
Dazu brauchst du GAIN und den Schiebe-Regler.
Jetzt die Verstärkung am PEQ auf +15 dB stellen - es soll noch nicht koppeln !
Wenn man hat: ein Rauschsignal leise dazu mischen, damit der Raum angeregt wird.

Suchverfahren:

Sehr langsam am PEQ die Frequenz hochdrehen.
An der Raumresonanz kommt es zu einer Rückkopplung.
Der Kompressor soll die Rückkopplung abfangen, aber nicht verhindern.
Die genaue Frequenz suchen   -   hin und her drehen.
Die Verstärkung am PEQ auf etwa -5 dB herunter drehen.
Die Verstärkung am PEQ bei starkem Hall auf etwa -10 dB herunter drehen.
Fertig: die erste Raumresonanz ist damit erledigt.

Beachte:

Der Mikrofonkanal am Mischpult darf nicht übersteuern (Peak oder OVL).
Wenn das der Fall ist: Gain zurücknehmen und Summe hoch  - oder Verstärker aufdrehen.

Weiter:

Andere Raumresonanzen suchen, mit den anderen Bändern des PEQ.
Normalerweise genügt es, drei oder vier Resonanzen zu suchen.
Tiefe Töne haben Vorrang. Die stärksten Resonanzen haben Vorrang.
Nur in sehr halligen Räumen sind mehr als fünf schlimme Resonanzen.

Wenn tatsächlich Publikum erscheint, dann wird das Raum-Problem zwar kleiner, aber die Frequenzen bleiben die selben.

Die Frequenzen könnten durch große Klimaveränderung im Raum leicht wandern. Hauptsächlich: Temperatur.

Außerdem hilfreich: gestocktes Lautsprecher-System plus Boxenschrägsteller.
Siehe dazu Allgemeine Tipps.

 

Nie wieder Media Markt

“Ich bin doch nicht blöd.”
Zum Artikel (Blog)

Canon ...  cannot?

EOS Kamera ganz leicht kaputt zu kriegen:

Öffnen Sie einfach die Speicherklappe während die rote LED leuchtet oder blinkt (Schreibvorgang läuft).
Laut Bedienungsanleitung (70D, 80D ...) kann dadurch unter anderem die Kamera beschädigt werden.

Nach meiner Erfahrung ist diese Warnung des Herstellers ernst zu nehmen. Die Kamera GEHT KAPUTT.
Und das im 21. Jahrhundert.

Die Speicherklappe kann man sehr leicht aus Versehen öffnen, beim normalen Hantieren. Speziell nach Videoaufnahmen oder Serienbildern dauert der Schreibvorgang etwas länger.
Und schon sind 1000 € hinüber.

Suchen Sie auch “EOS 70D Error 80”.
Es ist sehr interessant, wie viele Nutzer offensichtlich Probleme mit defekten Apparaten hatten.

Software und Besonderes
auf Beschallungs-tipps.de

WAVEPRESSOR
 

Multiband Kompressor Freeware
Freistehender Editor (kein Plugin)
Zum Download (interner Link)

PITCHORATOR
 

Tonhöhen-Editor Freeware
Mit Notenlinien-ähnlichem System
Zum Download (interner Link)

MP3 PlayPressor
 

MP3 Player mit Lautstärkekontrolle
und Blendfunktion.
Zum Download (interner Link)

Gefällt Ihnen diese Site?
Ihre finanzielle Unterstützung für den Autor:
Beträge bis 20 €   via paypal an
paypal {[aet)] beschallungs-tipps.de
oder 5 € via paypal-Warenkorb.
Vielen Dank!

 

WORKSHOP LIVE-BESCHALLUNG
 

Zweitägiger Grund- und Aufbaukurs
mit Profitipps in D-74189 Weinsberg
mehrmals jährlich
Zum Workshop (interner Link)

EINTÄGIGER KURS VOR ORT
 

Bei Ihnen an Ihrer Anlage.
Jederzeit buchbar.
Zum Workshop (interner Link)

MESSTÖNE
 

Zum Einmessen von Lautsprechern ...
Zum Download (interner Link)

STATISTIK

470 “echte” Besucher pro Tag in den Kalenderwochen 2 bis 8 in 2015.
Durchschnittlich 3 Seiten pro Besuch.

Besucher werden nicht doppelt gezählt, wenn sie lange bleiben.

Gezählt wurden gekürzte IP-Adressen aus den LOG-Dateien des Providers.