Konzept / Stageplan / Technical Rider:
 

Das ist ein schriftlicher Lageplan für Instrumente, Mischpult, Verstärker, Kabel ..... .
Ohne Konzept läuft dir beim Aufbau die Zeit weg!

Stageplan

So ein Plan hilft dem Techniker bei einer unbekannten Band enorm bei der Vorbereitung.
So ein Stageplan / Tech.Rider wird dem Veranstalter spätesten mit dem unterschriebenen Vertrag geschickt.

So ein Plan kann nie genau genug sein. Ich möchte deutlich sehen, was die Musiker selber mitbringen und was der Beschaller bereitstellt.

Die Bemerkung: “House: according to size” (Saallautstärke muss angemessen sein) bedeutet: die Band bringt keine eigenen Saalboxen mit.

Meistens stehen noch Wünsche für das Mischpult drauf. Dabei ist auch ganz gut, wenn man abklärt, ob ein Techniker (Beschaller) vom Veranstalter kommt / kommen muss.

Hier ein paar ganz allgemeine Gedanken, die dir als Techniker bei der Planung / Vorbereitung eines Konzerts durch den Kopf gehen sollten

Du brauchst ein Konzept für die Verkabelung des Tons und der Stromversorgung.
Bei Bands mit immer gleicher Besetzung ist das kein Problem.
Da genügt es, einmal ein Konzept zu entwickeln.
Wenn du ein Konzert zum ersten Mal beschallst, dann wird es schwieriger.

Eine gute Beschriftung der Tonkabel ist sehr wichtig. Tipp: Farbkennzeichnung mit Tape an die Stecker.
Damit haben es die Helfer beim Aufbau leichter. Außerdem geht die Fehlersuche leichter.

Nach dem Aufbau werden alle Leitungen geprüft (Line-Check).
Das muss fertig sein, bevor die Bandmitglieder zum Soundcheck kommen !
Mikrofone werden kurz durchgeprüft.
Leitungen für Keyboard und so weiter werden kurz mit einem Tongenerator geprüft.
Fehler werden notiert und beseitigt, defekte Kabel werden sofort sichergestellt.
Zum Line-Check gehört auch, ob alle Lautsprecher Signal liefern (auch Bühnenmonitore).
Auf Brummen und Rauschen achten. Beides ist so weit OK, wenn es nur ganz leise ist.

Tipp: beim Aufbau fehlt oft die Zeit für einen Line-Check. Prüfe deine Kabel und Geräte lieber ab und zu ordentlich durch.

Wieviel Strom wird benötigt ?

Sehr starke Saalverstärker brauchen üblicherweise eine extra abgesicherte Steckdose (oder eine eigene Phase eines Drehstrom-Anschlusses).
Ansonsten kommt alles, was zum Ton gehört, in eine einzige Wandsteckdose.
Also: alle Gitarrenverstärker, alle Musikinstrumente, alle Bühnenlautsprecher.

Benutze Verlängerungen und Mehrfachsteckdosen. Begründung siehe <Brummprobleme>.
Einzige Ausnahme: die Leistungsaufnahme aller Instrumente zusammen übersteigt die zulässige Belastung der Steckdose.

Lichtanlagen müssen extra abgesichert werden.
Zum Thema Lichtanlagen steht Weiteres bei <Brummprobleme>.

Eine Steckdose mit 230 Volt und 16 Ampere liefert etwa 3600 Watt.
Das reicht sogar noch für das Mischpult (und vielleicht für die Saalverstärker).
Wir haben seit etlichen Jahren 230 Volt in der Steckdose - nicht mehr 220 Volt.

Wo steht das Mischpult ?

Viele Bands beschallen sich ohne Mischpultmann, da ist die Frage überflüssig.
Hier hat sich nach jahrelanger Erfahrung ein festes System entwickelt.
Einer aus der Band kümmert sich um alles, das Mischpult steht bei ihm.
Das klappt auch ganz gut, aber machen wir uns nichts vor: ideal ist das nicht.

Viel besser: die Abmischung wird im Zuschauerraum gemacht !
Nur dort kann der Klang gut beurteilt werden. Also braucht man einen extra Mann.
Ein Platz in der Saalmitte muss nicht einmal sein! Es geht auch am Rand.
Der zusätzliche Aufwand ist enorm, weil man ja keine kurzen Kabelwege mehr hat.
Ein Podest für den Beschaller wäre gut, weil er sonst bald nichts mehr sieht.

Welches Kabel in welcher Buchse ?

Und nicht nur das ! Welche DI-Box gehört zu welchem Instrument ?
Jedes Instrument mit Stromversorgung wird über eine DI-Box angeschlossen.
Jeder aktive Monitor wird über eine DI-Box angeschlossen.
Saalverstärker, die nicht beim Mischpult stehen, werden über eine DI-Box angeschlossen.
Ausnahmen wo man die DI-Box weg lassen kann: bei symmetrischen Buchsen und Kabeln. Das ist zumindest bei Aktivboxen und Verstärkern fast immer so. Aber auch die können brummen - wegen Brummschleife.

Zeichne einen Bühnen-Lageplan mit allen Instrumenten, Mikrofonen, Boxen und so weiter. In diesen Plan kommen alle Tonkabel-Verbindungen.

Wenn das Mischpult im Saal steht, dann muss unbedingt ein Multicore benutzt werden. Das ist ein dickes Kabelbündel mit einem Anschlusskasten (Stagebox) am Bühnenende.

Am Mischpultende hat man wahlweise auch eine Stagebox oder das Multicore ist gesplittet mit XLR-Steckern (Peitsche).
Hier braucht man dann einige Adapter, zum Beispiel XLR auf 6,3mm-Klinke.

Es gibt auch kurze Multicore-Stücke für die Bühne. Sehr praktisch für Chor-Mikrofone.

Beachte immer, ob Tonquelle, Tonkabel, Adapter und Mischpulteingang symmetrisch oder unsymmetrisch sind. Das wird bei  <DI-Boxen>  erklärt.

Welches Instrument braucht einen Kompressor ?

Diese Frage wird bei <Kompressor> ausführlich behandelt.
Hier nur der Tipp: in einer kleinen bis mittelgrossen Beschallung muss das nicht auf dem Konzept-Zettel auftauchen.
Beschrifte aber unbedingt jeden Kompressor, zu welchem Instrument er gehört.

Beschrifte die Kanäle am Mischpult

Für dich selbst und für den Fall der Fälle, dass plötzlich jemand anderer deinen Job übernehmen muss.

Jetzt kann die Band kommen und ihre Instrumente bringen.
Schau dir diese Sachen genau an ! Was nicht absolut ordnungsgemäss aussieht, wird über einen Personenschutz-Adapter (FI-Schutz) an der Steckdose angeschlossen.

Brumm

Weise die Musiker darauf hin dass sie ihre Sachen nur an die zugewiesenen Steckdosen anschliessen dürfen. Sonst sucht sich jeder irgendwo an der Wand eine Steckdose - und schon brummt es.

 
Aufbau einer kleinen Beschallungsanlage (Vorschlag !):
 


Konzept einer Beschallungsanlage


Vor die Saalverstärker kannst du jeweils einen Equalizer anschliessen, um die Lautsprecher halbwegs glatt zu bekommen.

Wenn die Saalverstärker brummen, braucht jedes Tonkabel noch eine DI-Box.
Grund: der Saal-Output (Summe) hat bei einfachen Mischpulten keinen symmetrischen Anschluss (XLR oder TRS).
Die Anfrage hatte ich schon per Email.

Wenn die Saalverstärker im Mischpult-Rack eingebaut sind, sollten sie eigentlich nicht brummen, auch ohne DI-Box !!! Wenn sie es trotzdem tun, dann kommt der Brumm von irgendeinem Instrument.
Eventuell von Elektrosmog aus Netzteilen im Rack.
Siehe Brumm-Probleme.

DI-Boxen können überall dort weg gelassen werden, wo die Tonleitung und die Buchsen symmetrisch sind.
Trotzdem brummt es auch da ab und zu mal.

Beachte auch: ist denn die Line-Input-Buchse am Mischpult symmetrisch (TRS) ?

 

Nie wieder Media Markt

“Ich bin doch nicht blöd.”
Zum Artikel (Blog)

Canon ...  cannot?

EOS Kamera ganz leicht kaputt zu kriegen:

Öffnen Sie einfach die Speicherklappe während die rote LED leuchtet oder blinkt (Schreibvorgang läuft).
Laut Bedienungsanleitung (70D, 80D ...) kann dadurch unter anderem die Kamera beschädigt werden.

Nach meiner Erfahrung ist diese Warnung des Herstellers ernst zu nehmen. Die Kamera GEHT KAPUTT.
Und das im 21. Jahrhundert.

Die Speicherklappe kann man sehr leicht aus Versehen öffnen, beim normalen Hantieren. Speziell nach Videoaufnahmen oder Serienbildern dauert der Schreibvorgang etwas länger.
Und schon sind 1000 € hinüber.

Suchen Sie auch “EOS 70D Error 80”.
Es ist sehr interessant, wie viele Nutzer offensichtlich Probleme mit defekten Apparaten hatten.

Software und Besonderes
auf Beschallungs-tipps.de

WAVEPRESSOR
 

Multiband Kompressor Freeware
Freistehender Editor (kein Plugin)
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PITCHORATOR
 

Tonhöhen-Editor Freeware
Mit Notenlinien-ähnlichem System
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MP3 PlayPressor
 

MP3 Player mit Lautstärkekontrolle
und Blendfunktion.
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