Lautstärkeautomaten:
 
Kompressor (Compressor)
 

Einige Hörbeispiele für Kompressor - Einstellungen

Hier findest du eine kurze Aufnahme in verschiedenen Varianten:
Original und komprimiert.

Meine Kollegin Heike Lüttich hat eine Wettervorhersage gesprochen.
Nimm bitte einen guten Kopfhörer, wenn du in einem halligen Raum bist.
Du brauchst ein MP3-Player-Programm auf deinem Rechner.
Mit DSL oder zweikanaligem ISDN kann die Datei direkt angehört werden (96kBit/s).
Mit Analog-Modem musst du die Datei eventuell zuerst laden.

Die Aufnahme im Original,  ohne Kompressor

Klick = Hörprobe

Deutlich erkennt man die grosse Dynamik: die Spitzen liegen weit über dem Durchschnitt.
1.) Somit kann die Verstärker-Leistung nicht richtig ausgenutzt werden.
2.) Die lauten Spitzen strengen beim Zuhören auf Dauer sehr an.
3.) Die leisen Stellen gehen in Nebengeräuschen (oder Bandbegleitung) schnell unter.
Eine Erhöhung der Lautstärke um 3 dB bedeutet, dass der Verstärker doppelt so viel Leistung braucht.
3 dB entspricht hier etwa dem oberen Drittel. Das ist nicht viel.

Die Aufnahme mit Kompressor, Attack und Release normal

Klick = Hörprobe

Die leisen Stellen sind jetzt deutlich angehoben, die Spitzen sind etwa gleich geblieben.
Diese Aufnahme ist wesentlich angenehmer zu hören.
Für Sprache kann man diese Einstellung empfehlen.
Je nach Sprecherstimme und Verwendungszweck können Attack und Release auch gerne doppelt so hoch sein oder Ratio weniger !!!

Ratio 1: 3,5 bedeutet:  wenn der Pegel (oberhalb des Thresholds) um 3,5 dB steigen will, dann wird so gebremst, dass es tatsächlich nur 1 dB lauter wird.
Oder: von einem Anstieg um 7 dB bleiben nur 2 dB Anstieg übrig. Gain-Reduction zeigt dann -5 dB.

Beachte:
bei “Interactive-Knee” oder “Soft-Knee” ist im unteren Reduction-Bereich ein kleineres Ratio. Dafür muss meistens “Threshold” etwas weiter nach Minus gedreht werden.

Die Aufnahme mit Kompressor, Attack und Release sehr kurz

Klick = Hörprobe

Über einen Kompressor mit sehr schnellen Einstellungen hört sich die Aufnahme schon etwas unruhig an.
Es geht aber noch, weil zwar schnell, aber nicht besonders stark komprimiert wurde.
Mit einer männlichen Stimme würde es mit diesen Einstellungen heftig scheppern, weil Bässe verzerrt werden.

Nette Story:
An einem digitalen Pult habe ich schon Attack 0,05 ms und Release 8 ms für den Gesangssolisten gesehen.
Das Setup war unter einem bekannten Künstlernamen abgespeichert. Richtung Western & Trucker - Musik.
Der Künstler hatte Abends zuvor seinen Auftritt mit Band dort. Er hat eigentlich eine sehr angenehme, tiefe Stimme.
Hoffentlich hat das Publikum nichts gemerkt.

Die Aufnahme mit Kompressor Attack und Release sehr lang

Klick = Hörprobe

Die leisen Stellen sind leicht angehoben, es bleibt aber eine grosse Dynamik:
Impulse gehen ungehindert durch.
Längere, laute Stellen werden gedämpft und die Dämpfung bleibt noch eine Weile erhalten.
Für Sprache ist diese Einteilung nicht besonders effektiv.
Mit so langen Einstellungen kann man eher ein Instrument oder einen Monitor komprimieren.

Man spricht bei langsamen Einstellungen von einem “Leveller”. Man merkt keine Kompression, aber die Lautstärke ist trotzdem immer gleich. Dabei dürfen Attack und Release gerne noch viel länger sein.

Die Aufnahme über zwei Kompressoren: zuerst langsam, danach schnell

Klick = Hörprobe

Die leisen Stellen sind extrem angehoben. Die Spitzen sind etwa gleich geblieben.
Trotz der hohen Kompression ist das Ergebnis ein guter Kompromiss, wenn es um Lautstärke geht.

Dabei kann der “Peak-Limiter” des (langsamen) Kompressors den “schnellen” ersetzen.
Aber Vorsicht: der kann ziemlich zerren, wenn du es übertreibst.

  • Wenn der Gesang noch “lebendig” bleiben soll, dann darfst du nicht so derart aggressiv komprimieren.
  • Wenn du den Sänger einer sehr lauten Band unterstützen willst, dann ist das hier richtig.

Vorsicht:
Wenn der Sänger gerade nicht singt, dann macht der Kompressor auf: Gain-Reduction sinkt und es pfeift.
Hier hilft es, wenn der Kompressor auch noch ein Gate hat.

Dieselbe Aufnahme über einen digitalen Kompressor mit mehreren Bändern

Klick = Hörprobe

Tiefen, Mitten und Höhen werden separat komprimiert. Abschliessend ein Limiter.
Die leisen Stellen sind stark angehoben, die Spitzen sind fast verschwunden.
Man hört es der Aufnahme an, dass sie stark komprimiert ist, aber das Ergebnis klingt sehr gut.
Man sieht deutlich, dass die Hüllkurve an mehreren Stellen fast ganz flach ist.
Die Spitzen-Lautstärke ist ziemlich niedrig. Trotzdem setzt sich die Aufnahme gut durch.

Über so ein System werden gerne fertig gemischte Musikstücke gejagt - oder live die gesamte Band.
Geschmacksache !!!

 

Nie wieder Media Markt

“Ich bin doch nicht blöd.”
Zum Artikel (Blog)

Canon ...  cannot?

EOS Kamera ganz leicht kaputt zu kriegen:

Öffnen Sie einfach die Speicherklappe während die rote LED leuchtet oder blinkt (Schreibvorgang läuft).
Laut Bedienungsanleitung (70D, 80D ...) kann dadurch unter anderem die Kamera beschädigt werden.

Nach meiner Erfahrung ist diese Warnung des Herstellers ernst zu nehmen. Die Kamera GEHT KAPUTT.
Und das im 21. Jahrhundert.

Die Speicherklappe kann man sehr leicht aus Versehen öffnen, beim normalen Hantieren. Speziell nach Videoaufnahmen oder Serienbildern dauert der Schreibvorgang etwas länger.
Und schon sind 1000 € hinüber.

Suchen Sie auch “EOS 70D Error 80”.
Es ist sehr interessant, wie viele Nutzer offensichtlich Probleme mit defekten Apparaten hatten.

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