Dezibel (dB) ist ein Maß
für die Signalstärke oder für einen Signalunterschied
 

“Dezibel” ist nicht fest an den Bereich Beschallung und Akustik gebunden.
Generell könnte man damit alle möglichen physikalischen Bereiche beglücken.
Wenn etwas fast 30% Verlust hat, dann sind das 3 dB weniger.

Dezibel als Vergleich zweier Messwerte“Mach mal ein paar dB lauter”

Ein einfaches Beispiel: ein Anstieg von 6 dB

bedeutet eine Verdoppelung des Spannungswertes.
Doppelte Spannung bedeutet zwangsläufig doppelter Strom.
Doppelte Spannung  und    doppelter Strom bedeutet:  VIERMAL so hohe Leistung.
Dabei hört sich eine Anhebung von 6 dB eigentlich nicht sehr viel lauter an.

Doppelt so laut

Die meisten Leute empfinden “doppelt so laut” bei einer Anhebung von 10 dB.
Das ist mit Testgruppen ermittelt worden.
Das entspricht einer 10mal so hohen Leistung !!!

Sprache und Gesang:

Wenn du bei Sprache die Signalspitzen mit einem Kompressor um 6 dB dämpfst, dann kannst du die Verstärkerleistung viel besser ausnutzen !
Die empfundene Lautstärke sinkt dabei kaum. Im Gegenteil ! Es wird sogar angenehmer.

Tipp:
die Signalspitzen von Sprache und Gesang im Silbenrhytmus um etwa 4-6 dB dämpfen (Kompressor)  und dafür den Output-Regler am Kompressor (oder den Lautstärkeregler am Mischpult) etwas anheben.

Lies die Seite Kompressoren.

Bei einer Dämpfung von 3 dB halbiert sich die benötigte Leistung.
Bei einer Dämpfung von 6 dB viertelt   sich die benötigte Leistung.

Signalspitzen im Silbenrhytmus zu dämpfen lohnt sich also doppelt:

Du kommst mit einem schwächeren Verstärker aus.

Du machst das Signal spürbar angenehmer zu hören.
Trotzdem setzt sich das Signal optimal durch.


 

Dezibel gibt es im Bezug auf einen Sollwert

Also als Spannungswert von einer momentanen Signalstärke.

Beispiel dBu

0 dBu entspricht einer Signalstärke von ca. 0,775 Volt.
Das kannst du mit einem Multimeter in “AC” messen. Beachte dabei, dass ein normales Multimeter nur für einen bestimmten Frequenzbereich optimal misst.

0 dBu  = 0,775 Volt
+ 4 dBu = 1,22 Volt
+ 6 dBu = 1,55 Volt  (2x 0,775 Volt)
+10 dBu = 2,45 Volt
+20 dBu = 7,75 Volt (10x 0,775 Volt)

Das dBu gibt es natürlich auch für Spannungen mit weniger als 0,775 Volt

- 6 dBu = 0,387 Volt (die Hälfte von 0,775 Volt)
-20 dBu = 0,0775 Volt (ein Zehntel von 0,775 Volt)
Das brauchst du ja zum Glück nur, wenn du Messungen vornehmen willst.

Viele Mischpulte sind auf  “4dBu” ausgelegt

Wenn an der Anzeige plusminus Null gezeigt wird, dann gibt die Buchse 1,22 Volt ab -
anstatt 0,775Volt.

Messwert ist nicht gleich Messwert

Der gemessene Wert eines Signals braucht eigentlich immer eine zusätzliche Angabe:
Peak oder   VU  oder  RMS  sind hier die gebräuchlichen Kandidaten.

Bei Peak (“Spitze”) gilt der höchste Spitzenwert, der anzutreffen ist  - bei jeder Welle neu.
Für Fachleute: die Amplitude, also der Scheitelwert.
Damit kann man sehr gut bestimmen, ob ein Signal den maximal MÖGLICHEN Wert erreicht.
Jedes System (zum Beispiel der Mikrofonkanal in einem Mischpult) hat eine technische Obergrenze. Beim Mischpultkanal ist das knapp unterhalb der Versorgungsspannung der Bauteile.
Bei einem digitalen Signal (im PC) ist das eine grösste erlaubte Zahl.
Der Peakwert sagt fast nichts über die Lautheit des Signals.
Am Mischpult gibt es einen PEAK-Schalter an jedem Kanal. Damit wird dieser Kanal zum Messgerät und/oder zum Kopfhörer gegeben.

VU hat sich nicht bewährt und ist nur sehr selten anzutreffen, weil die Reaktionszeit sehr hoch ist und Belastungsspitzen nicht richtig bewertet werden können.

RMS ist per Definition eine bestimmte Leistung, die ein Verstärker innerhalb einer bestimmten Zeit abgeben können muss.

Im üblichen Gebrauch wird RMS als Effektivwert bezeichnet. Zum Beispiel: RMS-detection in Kompressor-Bausteinen.
Dabei wird jede Welle des Tons auf ihren Energieinhalt gecheckt. Laienhaft: drück die Welle platt und schau, wie hoch das entstandene Rechteck ist.
Schaltungstechnisch ist diese Aufgabe natürlich nicht sehr einfach. Deshalb wird oft über eine kurze Zeitspanne gemessen.

Nun ist diese Beschreibung sehr kurz. Wesentlich mehr wäre dazu anzugeben. Für den normalen Gebrauch belassen wir es hierbei.

 

Nie wieder Media Markt

“Ich bin doch nicht blöd.”
Zum Artikel (Blog)

Canon ...  cannot?

EOS Kamera ganz leicht kaputt zu kriegen:

Öffnen Sie einfach die Speicherklappe während die rote LED leuchtet oder blinkt (Schreibvorgang läuft).
Laut Bedienungsanleitung (70D, 80D ...) kann dadurch unter anderem die Kamera beschädigt werden.

Nach meiner Erfahrung ist diese Warnung des Herstellers ernst zu nehmen. Die Kamera GEHT KAPUTT.
Und das im 21. Jahrhundert.

Die Speicherklappe kann man sehr leicht aus Versehen öffnen, beim normalen Hantieren. Speziell nach Videoaufnahmen oder Serienbildern dauert der Schreibvorgang etwas länger.
Und schon sind 1000 € hinüber.

Suchen Sie auch “EOS 70D Error 80”.
Es ist sehr interessant, wie viele Nutzer offensichtlich Probleme mit defekten Apparaten hatten.

Software und Besonderes
auf Beschallungs-tipps.de

WAVEPRESSOR
 

Multiband Kompressor Freeware
Freistehender Editor (kein Plugin)
Zum Download (interner Link)

PITCHORATOR
 

Tonhöhen-Editor Freeware
Mit Notenlinien-ähnlichem System
Zum Download (interner Link)

MP3 PlayPressor
 

MP3 Player mit Lautstärkekontrolle
und Blendfunktion.
Zum Download (interner Link)

Gefällt Ihnen diese Site?
Ihre finanzielle Unterstützung für den Autor:
Beträge bis 20 €   via paypal an
paypal {[aet)] beschallungs-tipps.de
oder 5 € via paypal-Warenkorb.
Vielen Dank!

 

WORKSHOP LIVE-BESCHALLUNG
 

Zweitägiger Grund- und Aufbaukurs
mit Profitipps in D-74189 Weinsberg
mehrmals jährlich
Zum Workshop (interner Link)

EINTÄGIGER KURS VOR ORT
 

Bei Ihnen an Ihrer Anlage.
Jederzeit buchbar.
Zum Workshop (interner Link)

MESSTÖNE
 

Zum Einmessen von Lautsprechern ...
Zum Download (interner Link)

STATISTIK

470 “echte” Besucher pro Tag in den Kalenderwochen 2 bis 8 in 2015.
Durchschnittlich 3 Seiten pro Besuch.

Besucher werden nicht doppelt gezählt, wenn sie lange bleiben.

Gezählt wurden gekürzte IP-Adressen aus den LOG-Dateien des Providers.